Was meinst Du - der BDKJ Wahlcheck

Aktualisiert: Aug 2


1. Richtig gut für unsere Demokratie wäre... mehr Transparenz und weniger Lobbyismus. Lobbys und Unternehmen nehmen viel zu viel Einfluss in wichtigen Themenbereichen, wie z.B. Gesundheit, Ernährung und natürlich in der Industrie. Gesetze dürfen nicht von denen geschrieben werden, die von ihnen profitieren. Das ist auch für den Kampf gegen den Klimawandel ein essenzieller Punkt.


Wie soll eine Energiewende gelingen, wenn die Kohlelobby mit allen Mitteln versucht, den Kohleausstieg hinauzuzögern? Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung wünscht sich mehr Klimaschutz – und einige wenige stellen sich queer. Das ist nicht gerecht. In einer Demokratie sollten die Bürgerinnen und Bürger den höchsten Einfluss auf die Politik haben und nicht die Wirtschaft.


2. Eine Absenkung des Wahlalters... begrüßen wir. Wir fordern zuerst eine Senkung des Wahlalters auf 16 auf allen Ebenen –bundes, landes und EU-weit. Perspektivisch ist auch eine Senkung des Wahlalters auf 14 denkbar. Wenn man sich mit 14 bereits seine Religion aussuchen kann, warum soll man dann nicht seine Volksvertreter:innen wählen können?


3. Aus der Corona-Krise habe ich gelernt... wie wichtig ein gut organisiertes Gesundheitssystem ist. Leider wird dieser in Deutschland seit Jahren kaputtgespart. Sogar während der Pandemie wurden Krankenhäuser geschlossen, weil sie nicht profitabel genug waren. Gesundheit ist aber keine Ware!


Hinzu kommt, dass der der Mangel an Pflegepersonal immer größer wird. Kranken- und Altenpfleger:innen müssen oft für viel zu wenig Lohn, viel zu viel arbeiten. 2019 leisteten Pflegekräfte in der Altenpflege unbezahlte Überstunden im Wert von 61 Millionen Euro! Dieses Geld gehört den Pfleger:innen, die diese Arbeit auch geleistet haben und nicht den Aktionären. Wir sagen: Schluss mit der Profitgier im Gesundheitswesen.


4. Rechtsextremismus ist... eine menschenverachtende Ideologie die in unserer Gesellschaft nichts zu suchen hat. Der Anschlag in Hanau ist noch vielen frisch in Erinnerung. Solche Angriffe hinterlassen tiefe Narben in den migrantischen Gemeinden – das Vertrauen in das eigene Land und das Gefühl, hier hinzugehören wird dadurch zerstört. Das darf in Deutschland nicht passieren. Dafür ist unsere historische Verantwortung zu groß. Was wir als Einzelpersonen dagegen machen können, ist die Normalisierung und Verbreitung von rechtem Gedankengut zu blockieren. Ich möchte in einem Deutschland leben, wo jede und jeder sich heimisch fühlen kann – ob schwarz, weiß, Jüdisch, Muslimisch, Asiatisch, Roma, Sinti, schwul, trans oder schwerbehindert – jeder gehört dazu.


5. Eine Verbesserung des Kindesschutzes wäre... in erster Linie die Beseitigung von Kinderarmut. Kein Kind darf in Armut aufwachsen – nicht in so einem reichen Land wie Deutschland. Und trotzdem ist jedes fünfte Kind in Deutschland arm. In meinem Wahlkreis gibt es sogar ganze Stadtteile –wie Bergheim-Ahe in denen jedes zweite Kind in Armut lebt.

Kinderarmut ist immer auch Armut der Eltern. Deshalb fordern wir einen besonderen Kündigungsschutz für Eltern. Zudem darf das Kindergeld nicht auf Hartz IV verrechnet werden. Wir fordern stattdessen eine Kindergrundsicherung, die explizit eine Leistung des Kindes ist und die Eltern je nach Bedarf bis zu 630 Euro im Monat finanziell in der Kinderbetreeung unterstützt.

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